Brauche ich einen Jagdschein?

albertmaus.jpg Albert birgitmaus.jpg Birgit carmenmaus.jpg Carmen

dorismaus.jpg Doris erichmaus.jpg Erich frederickmaus.jpg Frederick gertrudmaus.jpg Gertrud

Als wir neulich beim Abendessen saßen huschte doch tatsächlich eine kleine Maus an der Küchenzeile entlang. Sowas kann vorkommen. Vor allem wenn man wie wir vollkommen ebenerdig wohnt. Nicht dass ich Angst vor Mäusen hätte, oder dass diese Tierchen keine Daseinsberechtigung hätten. Das Problem ist folgendes: Um der im Haus installierten Klimaanlage eine ausreichende Luftzirkulation zu ermöglichen sind bei uns die Türen unten nicht annähernd mit dem Boden bündig. Ich rede hier von einem Spalt von mind. 4 cm. Wenn die Nager also einmal im Haus sind haben sie automatisch Zuganz zu ALLEN Räumen. Küche, Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer, etc… Das macht unsere Wohnung zu einer perfekten “Spielwiese” für Mäuse. Sie können also theorethisch überall im Haus ihre Nester bauen und der Gedanke missfällt mir einfach. Am nächsten Tag stand ich deshalb im Baumarkt und erwarb zwei hervorragende superduper-hochmoderne Mausefallen. “Save for Children and Pets” stand auf der Packung. Als ich dann am Abend sah, wie die Maus regelrecht durch die Falle rannte kam ich zu der Einsicht, dass die Falle auch “Save for Mouses” zu sein scheint und ich wohl auf die aggressive Werbung dieses Produktes mit zweifelhafter Wirklung heringefallen bin. Am nächsten Tag erwarb ich 4 ganz simple, normale Mausefallen zu einem Bruchteil des Preises (ganz normale “Fingerbrecher”. Richtig gefährliche Dinger also!)
Die Wirkung blieb nicht aus, denn die Fallen standen noch keine halbe Stunde als es zum ersten mal schnallte. Es ging ähnlich weiter: innerhalb den 24 Stunden hatten ich mit meinen Fallen 5 (!) Mäuse erlegt. Einige kleine, aber auch eine Große. Die Hoffnung “Mama-Maus” erwischt zu haben war berechtigt. Am nächsten Tag wurde noch um eine kleine Maus erhöht und seitdem ist Ruhe. Reife Leistung, oder nicht?
Auch hab ich den verstorbenen Nagetieren Namen gegeben. Dies hab ich von meinem Bruder Done übernommen. Ich erinnere mich an die bleistiftgeschriebene Liste am Kamin im Dachboden meines Elternhauses. Ich hab sie der Übersicht wegen alphabetisch benannt.
Dass ich alle erlegten Mäuse mehrmals fotografiert hab und sie deshalb schon meine “Models” nannte stößt allerdings nur auf geringes Verständnis bei meiner Frau. Das ich die Bilder auf die Homepage setze auf eigentlich auf gar keines. Das ist mein ganz persönliches Fetisch! Ich bin mir aber sicher, dass es einen nicht unbedeutenden Teil meiner Leserschaft interessiert.

NACHTRAG: Noch am Donnerstag Abend hats Gertrud erwischt…

11 thoughts on “Brauche ich einen Jagdschein?”

  1. Oh ja, prima Idee mit der Katze! Vielleicht klappt’s diesmal ja auch mit dem richtigen Namen für das Tier. Die Wahrscheinlichkeit, dass australische Nachbarinnen “Hildegard” heißen geht ja gen Null …

  2. Landestypisch wäre aber auch eine Schlange. Die müsste nur groß genug sein, dass sie nicht unter der Türe abhaut.

  3. Nicht auszudenken, wenn sich diese Viecher in Basskoffer, Lautsprechergehäuse oder sonstwo einnisten würden. Falls sich irgendwas in der Richtung abzeichnen sollte, kommst du wohl um einen vierbeinigen Kammerjäger nicht herum – mit so ‘ner Miezekatze würdest du dir auch das Entsorgen der Mäuseleichen mit Fotodokumentation ersparen. 😉

  4. Petri Heil, Hallali und Tralalla

    Kaum ist über eine Sache Gras gewachsen, kommt ein Kamel und frissts weg. In der Zwischenzeit wirds langsam auffällig, wie oft ich und meine Jugendsünden als Stichwortgeber für den ähnlichen Blödsinn auf de Südhalbkugel missbrauchst.
    Aber egal, ich muss doch bald mal wieder bei der Verwandtschaft nebenan nachgucken, obs die Liste noch gibt. Ich weiß es echt nicht, aber die Chancen stehen gut, nachdem Schorsch dummerweise seinen Umbau damals nicht vollendete. Womöglich liest ja auch die derzeitige Bewohnerin Stefanie grad mit und kann die Existenz der Liste bestätigen?

    Ansonsten gilt für mich der Spruch von Harald Schmitt: Kinder können immer mal passieren, aber man schafft sich keine unnötigen Viecher ins Haus. Auch wenn Katzen keine direkten Nahrungskonkurrenten sind 😉
    Speziell gegen Katzen empfehle folgende Lektüre, die ich auch kürzlich im Keller fand:
    http://www.amazon.de/erste-offizielle-Katzenhasserbuch-Skip-Morrow/dp/3880592837

    http://www.politikforen.de/showthread.php?t=34999

    noch was: Ist bei euch der landestypische Plural für “mouse” wirklich “mouses”?
    *nixaberallesbesserwissmodusaus*

  5. Ja, die Liste gibts immer noch! Ich wollt sie mal wegradieren, aber meine Mutter hat mich sofort gestoppt. noch mal glück gehabt… Viele Grüße!

  6. Tacho!

    Eine Katze oder eine Schlange anzuschaffen geht leider nicht. In unserm Mietvertrag steht nämlich ausdrücklich “No pets”. Die Mäuse waren da schon grenzwertig… 😉
    Übrigens scheinen wir seit dem tragischen Tod von Gertrud tatsächlich mausfrei zu sein. Oder die Viecher sind mittlerweile immun gegen Fallen… Wie auch immer: Seitdem keine Sichtung mehr. Die Familie ist wohl ausgelöscht…

    @Done: Ja, du hast Recht: Plural für “mouse” ist tatsächlich “mice” (Mieze!?!?!?)

    @Claudia: Aber Hallo! Das ist grad nochmal gutgegangen mit der Liste. Wenn nicht gerade das Haus abgerissen wird muss die Liste unbedingt bleiben! Hör auf deine Mutter! Zumindest in diesem speziellen Fall.

    @Barbara: Was ist an dem Namen “Hildegard” auszusetzen.
    Ein perfekter Katzenname! tststs! Der Name “doofe Miezekatze” fand am Ende auch vermehrt Anwendung

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