One Man Star Wars Trilogy

Das hat sich mal wieder gelohnt!
Im Rahmen des Adelaide Fringe Festivals 2008 habe ich mir heute im Royalty Theathre diese Darbietung der Spitzenklasse angesehen. Die Werbung auf den Plakaten hat mich neugierig gemacht: 1 actor, 25 characters, 3 movies, 1 hour. Nachdem ich die Filme nun schon mehr als oft gesehen habe kann ich mir das natürlich nicht entgehen lassen!
Der Kanadier Charles Ross bietet dabei nahezu* auf sich selbst gestellt eine echt eindrucksvolle Show! Er spricht die Dialoge, singt die Filmmusik, wechselt in Sekundebruchteilen die Charaktere. Von Luke, dem Imperator, Jabba the Hutt über Yoda und Darth Vader zu Prinzessin Leia, Obi Wan, Chewbacca, R2d2, C3PO und dem ganzen Rest. Es endet nicht mit den Personen des Films. Der Mann kann auch Raumschiffe, Sonnen und Explosionen recht überzeugend rüberbringen. Er arbeitet damit mit vollem Körpereinsatz. Es muss tierisch anstrengend sein.
Es ist jedoch wichtig, dass man mit den Filmen einigermaßen vertraut ist. Ansonsten könnte es leicht passieren, dass man den Überblick verliert. Ein paar Szenen fehlen, aber vor allem geht es Schlag auf Schlag. Anders könnte man das ganze nicht in einer Stunde unterbringen. Er scheint die Filme zu lieben, ist sich aber sämtlichen Ungereimtheiten und Klischeedrescherein bewusst und spart deshalb nicht mit Seitenhieben auf diese. Eine großartige Darbietung von einem großen Fan für Fans!
Der Mann überzeugt nicht zuletzt durch seine Spontanität, indem er kleinere Pannen (selten!) gekonnt mit einem Augenzwinkern überspielt und auf Reaktionen aus dem Publikum eingeht.

Folgende Begebenheit am Rande war aber der Brüller des Abends:
Zum Beginn des 3.Films (also nach dem Vorspann dazu, mit der in den Weltraum wandernden Schrift. Ja, auch das hat er gespielt!) ging eine junge Frau aus der ersten Reihe auf die Toilette. Er rief ihr nach, sie solle doch hierbleiben. Es gäbe noch einen 3. Film. Sie meinte: Es sei dringend und sooo viel würde sie ja wohl nicht verpassen. Als sie draussen war gab er uns (also dem Restpublikum) die Anweisung, sobald das Mädel wieder zur Tür reinkommt einen unglaublichen Schlussapplaus abzuliefern, vollkommen egal was auf der Bühne gerade passiert. Seinem Techniker sagte er, er soll dann die Schlussmelodie einspielen und das Saallicht anmachen. Gesagt getan. Sie kam nach einer Minute zurück, unglaubliches Getöse, Licht an, Charles verneigte sich mehrmals, bedankte sich und ging von der Bühne.
Natürlich hat er hinterher wieder weitergespielt, als das vollkommen verdutzte Mädel von ihren Freundinnen erfahren hat was gerade los war…

Um eine genauere Vorstellung zu gekommen empfehle ich dringend den Demo-Videoclip auf Youtube.com anzukucken. One Man Lord Of The Rings macht er übrigens auch…

(*) nahezu deshalb, weil er einen Techniker dabei hatte der sich um den Ton kümmerte, die dezente Beleuchtung übernahm um Szenenwechsel deutlicher zu machen und um den CD-Player am Ende einzuschalten… Die Show hätte aber genausogut und genauso überzeugend spontan in einer Kneipe stattfinden können, da er auch keinerlei Kostüme wechselt sondern die ganze Stunde in seinem schwarzen Overall schwitzt…

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