Hardchor


Mir fällt gerade auf, dass ich unseren neuen Chor noch gar nie vorgestellt habe. The Graduate Singers. Renate singt bereits seit Februar mit und ich nun auch seit ein paar Wochen. Vollkommen anders, als alle anderen Chöre in denen ich bis jetzt gesungen hab. Chorliterarur die es z.T. echt in sich hat. (vor allem für mich, der ich ein absoluter Gehörmensch bin und mir Noten i.d.R. nur als Orientierung dienen. Aber ich arbeite daran…)
Die Philosophie, die dahintersteckt gefällt mir recht gut: Es gibt kein “Standardprogramm”, das man leicht variiert ständig singt, sondern man erarbeitet projektmäßig von Konzert zu Konzert ein komplett neues Programm. Das hat für den Neueinsteiger den entscheidenden Vorteil, dass der Rest des Chores gar nicht meilenweikt voraus sein kann, da i.d.R. für die allermeisten das Liedmaterial vollkommen neu ist. Bisher sind das übrigens alles ziemlich freundliche und umgängliche Leute. Chormitglieder wie auch Tim, unser Chorleiter.
Das nächste Konzert wird am 12.August stattfinden. Das Motto ist “Hymns of Praise III”. Wie der Name vermuten lässt wird es in erster Linie monumentale wuchtige “Hau-Drauf-Literatur” mit Bläserensemble und Orgelbegleitung geben. Das darauf folgende Konzert wird wiederum komplett anders sein. Abgefahrene, sphärische Lieder von Philip Glass und ein paar Sachen, die zwei Mitglieder des Chores selbst schroben. Dazu gibts noch ein paar tuned wine Glasses. Also, so mit dem angefeuchteten Finger über den Rand des Glasses kreisen und so… Ich hab mich schon freiwillig zum Stimmen der Gläser angemeldet, aber als ich gehört hab, dass nur gefärbtes Wasser rein kommt, hab ich doch wieder einen Rückzieher gemacht. Ist ja schlimm… 😀
Auf das Konzert bin ich jedenfalls selbst gespannt wie ein Regendach!
Ich töne jetzt hier mal ganz vorlaut rum, dass ich jedem Besucher der uns aus Übersee zu einem Konzert besucht eine Eintrittskarte schenken werde. Stefan hat Glück. Endre und Sarah haben den falschen Zeitraum gewählt. Sorry! 😉

2 thoughts on “Hardchor”

  1. Das mit der Gläsermusik kann auch schiefgehen. Mein Onkel hat das mal mit seinem Musik-Leistungskurs gemacht und sich extra von einer Kristallerie einzelne und verschiedene Gläser besorgt, damit die eine möglichst grosse Klangvarianz haben. Alle Gläser wurden während der Proben minutiös gestimmt und immer wieder mit abwaschbaren Folienschreibern Striche aussen nachgezogen um den Stimmprozess zu dokumentieren.

    Der Hausmeister sah irgendwann am Rande der Bühne der Aula einen Pappkarton mit 30 unterschiedlichen Gläsern stehen, die am Rand mit Edding versaut waren und zudem durch die Be- und Entfüllerei völlig zugekalkt und schmiss sie kurzerhand weg.

    Irgendwie war das Verhältnis zum Hausmeister nie wieder das selbe 🙂

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